Moment, fehlt da nicht das Brot? Ich frage nicht nach. Habe eh noch Vollkornbrot aus Sevilla übrig. Einen zweiten Kaffee und einen O-Saft bekomme ich auf jeden Fall. Der Fahr- bzw. Esskomfort bei 300 km/h lässt allerdings etwas zu wünschen übrig, das Tablett hüpft immer zu einer Seite weg. Ich fürchte da ist auch bald mal eine Sanierung der Neubaustrecke von Nöten. Anyway - 192 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit, davon können wir in Deutschland nur träumen.
Von Barcelona-Sants geht es nach 50 min direkt weiter mit dem Regionalzug nach Cerbere: Der erste Ort in Frankreich an der Mittelmeerküste. 2 h 45 min "S-Bahn", aber das kann man sich bei uns z. B. zwischen Osterburken und Homburg ja auch geben (wenn man möchte). Dafür hat's nur 13,50 € gekostet. Der Zug ist nicht besonders voll. Ich komme entspannt an.
In Cerbere habe ich gesehen: Hier gibt es einen schönen Rundwanderweg, 5,5 km, 200 hm. Theoretisch gibt es sogar Schließfächer in dem Kaff. Praktisch sind sie alle außer Betrieb. Nun gut, dann eben alles mitgeschleppt. Der Weg ist super cool. Dazu schönste Sonnenuntergangsstimmung! Ein toller Abschluss meiner Reise!
Leuchtturm am Kap Cerbere
Es hat überhaupt kein Restaurant geöffnet. Zum Glück gibt es an der Promenade einen kleinen Weihnachtsmarkt/3-Königs-Fest (oder so). Hier bekomme ich Patatas Bravas (eher normale Country-Potatoes würde ich sagen). Zum Glück, sonst hätte ich ohne Abendessen in den Nachtzug steigen müssen.
Der steht schon 30 min vorher bereit. Bis Montpellier füllt sich das Liegewagen-Abteil mit 5 weiteren Leuten. Naja, schlimmer als gestern im Hostel kann die Luft nicht werden :-D
Ab Nimes fährt der Zug jetzt nonstop durch bis Paris-Austerlitz, dann nur noch ICE bis Karlsruhe.
Eine Art Schlafsack - auch noch nicht gesehen