Der Halbmarathon läuft super. Die Strecke ist auch cool. Zwar werden etwa 4,5 km 4x durchlaufen (2x hin und zurück), dafür hat man ständige Begegnung mit den vor und hinter einem liegenden Läufern, was es abwechslungsreich macht. Es gibt kaum Höhenmeter und der nicht unerhebliche Wind weht eher von der Seite. Dazu scheint wider Erwarten die Sonne. Zum Glück entscheide ich mich noch, das Cappy aufzusetzen. Dezente Temperaturen, also top Bedingungen. Am nervigsten sind da noch meine abgerockten Schuhe, die ich eigentlich aus Gründen längst zu Urlaubsschuhen degradiert habe :-D Ich laufe 1:44h, also nur 2 min unter meiner Bestzeit. Nicht schlecht für nur wöchentliches "Training" mit max. 12 km.
Sonntag, 30. November 2025
Algarve die Vierte
Der Halbmarathon läuft super. Die Strecke ist auch cool. Zwar werden etwa 4,5 km 4x durchlaufen (2x hin und zurück), dafür hat man ständige Begegnung mit den vor und hinter einem liegenden Läufern, was es abwechslungsreich macht. Es gibt kaum Höhenmeter und der nicht unerhebliche Wind weht eher von der Seite. Dazu scheint wider Erwarten die Sonne. Zum Glück entscheide ich mich noch, das Cappy aufzusetzen. Dezente Temperaturen, also top Bedingungen. Am nervigsten sind da noch meine abgerockten Schuhe, die ich eigentlich aus Gründen längst zu Urlaubsschuhen degradiert habe :-D Ich laufe 1:44h, also nur 2 min unter meiner Bestzeit. Nicht schlecht für nur wöchentliches "Training" mit max. 12 km.
Dienstag, 25. November 2025
Costa de la Luz
Samstag, 22.11.
Der Zug kommt auf die min pünktlich um 5:45 in Tanger an. Die Stadt hat eine beeindruckende Küstenpromenade mit etlichen riesen Hotels.
An der Promenade quatscht mich Aschraf an, der die Nacht bei einer Flasche Wein durchgemacht hat und sich freut mit mir Deutsch zu sprechen. Er hat immerhin B1-Niveau. Irgendwann wird mir kalt, außerdem brauche ich dringend einen Kaffee. Ich sehne das Tageslicht herbei. Aber es ist cool Tanger nach und nach erwachen zu sehen. Die Medina ist relativ klein und es ist noch gar nichts los. Ein Café hat schon geöffnet, zum Glück. Als ich mein Mini-Frühstück fertig habe, ist schließlich das Tageslicht da.Ich hatte übrigens schon fast vermutet, dass es ein Dacia-Werk in Marokko gibt. Das befindet sich hier bei Tanger. Es wird auch für den europäischen Markt gebaut. In Marokko haben Renault und Dacia gemeinsam einen Marktanteil von 43%!
Die 9:00-Fähre bekomme ich entspannt. Die spanische Passkontrolle findet erst in Tarifa statt, was mich etwas wundert. Es ist eine schaukelige Überfahrt, ich sehe zwei Leute kotzen.
Fußpassagiere dürfen mal zuerst runter :-))Fast schon ungewohnt in einem Bus zu sitzen, in dem alles funktioniert :-D Hier fahren Reisebusse die Überlandstrecken. Nach Conil de la Frontera dauert es 1 h. Hier habe ich 4 Nächte in einem kleinen Hostel gebucht für 85€ im Vierbettzimmer. Eigentlich ein Surfer-Hostel. Die Gäste: 70% Deutsche (so wie in der ganzen Region). Nach der dringenden Dusche mache ich ein Nickerchen, dann eine erste Erkundungsrunde durch den Ort.
Der Torre Castilnovo bietet sich für einen Spaziergang im Sonnenuntergang an! Ich hatte schon auf dem Weg vom Busbahnhof zum Hostel ein Lokal entdeckt, bei dem es Udon-Nudeln mit Tofu gibt. So eine hier seltene Gelegenheit wird natürlich gleich genutzt.Sonntag, 23.11.
Ich habe eine neue Bahnlinie entdeckt! Eine Überland-Straßenbahn von Chiclana, mit 90.000 Einwohnenden sogar deutlich größer als Conil, nach Cadiz. Ab San Fernando nutzt sie bis Cadiz die normale Bahnlinie. Also duales System, wie in Karlsruhe. Damit steht meine heutige Route nach Cadiz fest! 23 km Wanderung, den GR145 - Sendero Europeo Arco Atlántico bis zur Endstation der Bahn. Ich laufe die ersten km am Strand entlang - die Schuhe ziehe ich aber bald wieder an - noch zu kühl!!
Der Weg im Landesinneren ist unspektakulär und führt teils kilometerlang durch Pinienwälder. Allerdings bekomme ich bei einer "Dorfkneipe" einen Kaffee für 1,30€ und später geht es noch durch ein Sumpfgebiet!, was man hier ja gar nicht so erwartet.Cadiz gefällt mir gut! Ich umrunde die gesamte Halbinsel.
Länger halte ich mich in der Festung Santa Catalina auf: Hier gibt es Ausstellungen zu einer Munitionsexplosion, die 1947 die halbe Stadt in Schutt und Asche gelegt hat, und zum Dia de los Muertos in Mexiko.Meine Rückverbindung führt mich wieder mit der Straßenbahn nach Chiclana und dann mit dem Bus weiter. Diesen Bus kann man nicht online buchen und ich habe nur noch 80 Cent Bargeld. Shit! Im Bus kann man nur Bar bezahlen. Das hatte ich befürchtet. Ich hatte schon 3-4 jüngere wartende Leute gefragt, ob sie Paypal haben, um auf diese Weise ein paar Euro "abzuheben". Aber das ist hier in Spanien irgendwie nicht populär. Der Busfahrer bleibt standhaft. Dann wohl 2,5h Aufenthalt in Chiclana. Erstmal Abendessen. Um 19:00 haben nur Cafés geöffnet, und ein Cientos Montaditos, sowas wie der spanische Wetherspoon. Da sitzt auch eine Gruppe Teens/Twens, denen ich wieder die Paypal-Frage stelle und mein Anliegen erkläre. Einer drückt mir direkt 3 Euro in die Hand. Mein Angebot ihn/die Gruppe auf ein Getränk oder Snack einzuladen, wird nicht mal angenommen. Voll nett! <3Montag, 24.11.
Chilltag.. Ich erkunde ein bisschen Conil selbst, um 17:00 habe ich ein Online-Bewerbungsgespräch.
Anschließend gehe ich 12 km joggen. Zum Abendessen begleitet mich Sabine, die das Bett unter mir belegt und in Mannheim! wohnt. Sie leiht mir auch 20€, damit ich von weiteren Malheuren wie gestern verschont bleibe <3Dienstag, 25.11.
Fejer de la Frontera steht auf dem Plan. Den Zusatz "de la frontera" ("von der Grenze") tragen viele Orte hier, weil sie während der Reconquista zwischen dem 13. und 15. Jahrhundert an der Grenze zwischen christlichen und maurischen Territorien lagen.
Um heute unabhängig von den Bussen zu sein leihe ich mir ein Fahrrad, bei einer völlig chaotischen Autowerkstatt. Das Fahrrad ist gut in Schuss, aber bietet mit Vollgummirädern nur mäßigen Komfort. 3 Gänge sind jetzt auch nicht viel für die teile sehr hügelige Landschaft, aber am nervigstens ist der eigentlich (in höchster Stellung) noch viel zu niedrige Sattel. Ich radele oft im Stehen, vor allem, wenn es bergauf geht.
Ich parke das Fahrrad am Fuß des Berges, auf dem Fejer liegt, vor einem modernen Krankenhaus. Der Wanderweg hoch ist richtig schön. Zurück nehme ich eine andere längere Route, so dass es mit Erkundung von fast ganz Fejer dann auch 12 km und 300 hm werden, sowie 30km und 200 hm mit dem Rad.
Gott bin ich froh, wieder den Ortsrand von Conil zu erreichen. Die Werkstatt hat entgegen der Aussage von heute Mittag schon zu. Also muss ich das Rad für die Nacht im Hostel abstellen. Zum Glück liegt der Entleih auf dem Weg zum Busbahnhof. Nach dem Duschen freue ich mich auf ein ausgiebiges Abendessen beim örtlichen Inder. Sabine ist nochmal so nett und begleitet mich - lieben Dank!