Blick aus dem Frühstücksraum im obersten Stock des Hotels in Melilla.
Bis zur Grenze sind es 3 km, 2 davon kann ich mit dem Bus abkürzen. Der Zollbeamte will von mir wissen, was ich arbeite, aber das ist wohl eher interessehalber. Welcome to Maroc, Bernhard, sagt er mir 2x. Ich glaube in der EU kriegt man mit Glück ein mildes Lächeln zur Begrüßung.
Der Unterschied zu Mellila ist, muss man leider sagen, wie Tag und Nacht: Straßenhunde, überall Dreck und Staub. Die Staubwolke über der Stadt ist wohl kaum meterologisch bedingt!
In Mellila dagegen, hat man das Gefühl, will man zeigen, wie man es machen kann (als scheißreiches EU-Land :-D): Gehsteige und Plätze werden täglich abgespritzt - scheiß auf (vermutlichen) Wassermangel, in der Busflotte ist mindestens eine Elektrobus, ...
Hierfür bin ich hier! :-)Ich dachte schon in Spanien sind die Bahnhöfe Paläste. Der Bahnhof ist im Gegensatz zum Weg dorthin total sauber.
Fahrkarte nach Fès 1. Klasse: 13 €. Die klimatisierten Wagen sind vermutlich alte französische. Bis Guercif habe ich das 6er-Abteil für mich allein, dann kommen 3 weitere Personen. Die Landschaft ist karg und eher eine Wüste. Es ist bedeckt, und zwischendurch gibt es scheinbar eine Art Sandsturm. Auf jeden Fall nicht tragisch, dass das Fenster sehr dreckig ist. In Taza wechseln die Mitreisenden und die Landschaft wird etwas lebendiger. Es gibt sogar einen Stausee mit Wasserkraftwerk.
Am Bahnhof Fès treffe ich Tobias aus Mainz, der auch mit Zug und Bus von Nador bis Essaouira reist! Wir gehen die 3,5 km bis zur Medina (riesengroße autofreie Altstadt) gemeinsam. Erster Eindruck: Viel besser als Beni Nsar! Vollkommen überfordernd, aber eher im positiven Sinne, Reizüberflutung inklusive. Hier sieht fast alles aus, wie man es sich bei 1000 und eine Nacht vorstellt, auch meine Unterkunft. Die Medina besteht aus 2 "großen" gut 1 km langen Gassen (ca. 4 m breit, abzüglich Straßenstände noch 2 m breit) und ist eigentlich ein einziger großer Straßenmarkt, dabei ist alles auch noch ziemlich hügelig. Dazwischen gibt es etliche verwinkelte noch kleinere Quergassen, an einer davon befindet sich auch mein Ho(s)tel ("Riad") mit 4 Doppelzimmern. Zwei davon belegen 3 Franzosen, die zeitgleich mit mir ankommen. Wir laufen noch ein bisschen die Medina auf und ab und nehmen in einem Restaurant mit Dachterasse ein vegetarisches! "3-Gänge-Menü" (naja, den letzten kann man nicht wirklich zählen - Tee mit Keksen) zu uns.
Erste Eindrücke
Funfact: Marokko hat 2018 die Winterzeit abgeschafft, damit gibt es im Winter keine Zeitverschiebung zu Deutschland (im Gegensatz zu Portugal).