Mittwoch, 19. November 2025

Pleite!?

Dienstag, 18.11.
Ich komme irgendwie nicht von der Dachterrasse runter. Zu chillig, gemütlich, gute Musik, gutes WiFi ;-), gastronomisch ist man auch versorgt. Hier machen ("auch") einige andere remotes Arbeiten.
Auch die chillen hier gern.
Finde den Regenbogen :-)"Gegenblick"
15:30 mache ich mich auf zu einer Runde durch die kleine Medina, inkl. Einkauf von Obst, Gemüse und Amlou (frisches Mandelmuß mit Honig). Ein Friseurbesuch ist auch noch dabei. Gott ist der abgef*ckt. Aber ich will halt die volle Experience :-D 7€. Hatte schon schlimmere Haarschnitte :-)
Irgendwie fühle ich mich etwas niedergeschlagen und habe keinen Appetit - nehme nur einen Pfefferminztee statt Abendessen auf der Dachterrasse zu mir und gehe früh ins Bett.

Mittwoch, 19.11.
Mission Geld Abheben - mit 1500 Dirham (knapp 150€) bin ich doch nicht ganz hingekommen (wobei ich die 3 Nächte in Fès und die Zugfahrkarten in € bzw. mit Karte bezahlt habe). Ich probiere 3 Automaten aus, alle wollen mir kein Geld geben. Erst beim letzten nehme ich die Fehlermeldung wahr: Kreditlimit erreicht. Also zurück zum Hostel (für WiFi) und das Limit erhöht. Ich versuche noch an 3 weiteren Automaten, aber irgendwie scheint die Änderung nicht sofort wirksam zu werden. .oO Hoffentlich wird die Karte bei so auffälligen Aktionen nicht gesperrt. Nervig! Ich hatte nur ein kleines Frühstück, fühle mich besser, aber immer noch nicht bei vollen Kräften. Ich hatte schon bessere Stunden diesen Urlaub!
Ich bin auf einem 4,5km Fußmarsch nach Diabat, einem Dorf südlich von Essaouira. Für meine dritte Nacht hier wollte ich es etwas ländlicher haben. Der Mann der Gastwirtin (wie sich später herausstellt) gabelt mich auf und schickt mich in die richtige Richtung. Wie so viele Unterkünfte hier in Marokko ist das Hostel in einer Hinterhofgasse versteckt. Hinter der unscheinbaren Tür ist wirklich ein Kleinod versteckt....und die anderen Gäste sind nicht fast nur Franzosen, sondern auch zwei Deutsche, eine Engländerin, ein Malaysier (der in Stockholm lebt), eine US-Amerikerin (die hier lebt und gerade die Wohnung wechselt), ...
Ich kann sogar meine Wäsche waschen lassen. Das ist super, so muss ich mich nicht erst in Marrakesch darum kümmern.
Ich will noch schnell an den Strand. Der ist hier offen gelassen, hinter einer großen Düne - viel schöner als an der Promenade in Essaouira, die irgendwie schon ein bisschen an die Playa de Palma in klein erinnert. Super feiner Sand, nur auf Glasscherben muss man aufpassen. Ich bin der Einzige, der badet. Es kommen (geführte) Gruppen mit Pferden vorbei, einmal auch Quads und Kamele. In den Dünen sitzen 3 Junge Leute, Esther und Juanjo aus Spanien und Hassan (der auch Spanisch spricht) aus Marokko. Die drei bieten Touren in die Sahara an, aber machen gerade selbst Urlaub, 3 Tage. Cool, hier mal Spanisch zu hören und auch ein bisschen zu sprechen! Habe ich fast noch gar nicht erlebt (ausländische Touristen: 70% Franzosen, würde ich sagen).
Die 3 bieten mir sogar ein Bier an, eine Rarität hier, obwohl in Casablanca gebraut, wie ich lese.