Montag, 8. Dezember 2025

Pyrenäen - großer Bahnhof

Sonntag, 7.12.
Man könnte ja meinen, in Latour de Carol gäbe es das größte Bahnhofsgebäude der Pyrenäen. Weit gefehlt! Das über 200m lange Bahnhofsgebäude hier in Canfranc beherbergt inzwischen ein 5-Sterne-Hotel. Alleine gönne ich mir so einen Luxus nicht. Wer weiß, vielleicht mit Partnerin mal. Man darf immerhin ohne weiteres durch die Mitte des Gebäudes und damit durch die Lobby gehen, anders käme man vom neuen Bahnhof gar nicht direkt in die "Ortsmitte".

Ich war dagegen für die eine Nacht in der (Ski- und Wander-)Herberge, 10-Bett-Dorm :-D

Made it! Das Ding stand hoch oben auf meiner Liste.
Der neue Bahnhof :-D

Ich bin einziger Fahrgast in dem großen Bus der Linie 550, der mich 32 km nach Bedous bringt. Seit 1970 fahren hier keine Züge mehr, aber man ist seitens beider Länder bestrebt das wieder zu ändern. Die Busfahrerin hat gute Laune und gibt die ganze Zeit ein Gesangskonzert :-)

Pau - die Stadt hatte ich vorher nie gehört. Auch hier 18° und weitestgehend sonnig! Es gibt eine tolle Promenade mit grandiosem Blick "zurück" auf die Pyrenäen. In einem tollen Park chille ich eine Stunde und mache auch nochmal ein kleines Nickerchen.Zweitgrößter Flugzeug-Friedhof Europas - den habe ich also auf dieser Reise auch noch abgehakt ;-) : Tarbes. Auch viele A380, und einigen hat die Witterung schon sichtlich zugesetzt. Die werden wirklich nur noch ausgeschlachtet.
In Toulouse in 50 min Essen zu gehen (abzüglich Verspätung eher 40 min) war eher eine Schnapsidee. Zum Glück ist heutzutage ja immer "To Go" möglich, und so hat der ganze fast vollbesetzte RE nach Narbonne etwas von meinem indischen Essen :-D

Montag, 8.12.
Was haben Narbonne und Erfurt gemeinsam? 
Auflösung ganz unten. Das Hotel ist richtig oldschool. Stolz haben sie die 1-Stern-Bewertung im Flur ausgehangen. Ich habe nichts an meinem Zimmer auszusetzen, schlafe ganz ausgezeichnet und wache genau 1 min vorm Weckerklingeln auf, das muss man erstmal schaffen :-)
Im Avignon habe ich auch noch 40 min Zeit für einen kleinen Stadtrundgang:
So sollte eine Bahnhofsstraße aussehen!

Genf ist - unerwartet. Es fühlt sich absolut nicht nach Schweiz an! Es gibt offenbar eine enge Verbindung mit dem Libanon, überall begegnet einem Beirut als Name von Restaurants, Läden, Straßen. Auch gibt es 3 eriträische/äthiopische Restaurants in meinem Viertel - ich entscheide mich aber für eines südlich der Rhone, so sehe ich schon mal ein bisschen von der Stadt und habe einen Verdauungsspaziergang. Hin probiere ich allerdings die Straßenbahn aus - immerhin ist sie in der Touristenpauschale inkludiert. Es stellt sich als nervig heraus - sie hat nirgends einen eigenen Gleiskörper und steht im Stau - ich steige schon eine Station früher aus.

Narbonne:
Pont des Marchands - Krämerbrücke :-)