Samstag, 23. Mai 2026

Bike- und Backpackers Paradies in der Donauperle

(weiter) Donnerstag, 21.5.
Ich habe mich in Budapest für eine Unterkunft recht außerhalb entschieden. Das Garden Hostel liegt etwa 15 Gehminuten hinter dem Bahnhof Kelenföld, quasi dem Hbf westlich der Donau (die Buda-Seite).
Ist das mein Hostel? Ja!

Schon bei der Ankunft treffe ich Moritz+Smilla, Radreisende aus der Schweiz. Sie sind mit Tandem (+ Anhänger)! unterwegs, waren in der westlichen Türkei (Adriaküste hin, Schwarzmeerküste zurück) und sind nun auf dem Rückweg. Auch im Hostel: Jannes, ein anderer Bikepacker, aus Dresden. Die Wege der 3 haben sich vor vielen Wochen schon irgendwo gekreuzt, nun das große Wiedersehen. 
Bei Jannes Rad ist der Freilauf der hinteren Nabe kaputt. Irgendwie muss es ja zur Werkstatt kommen. Diese grandiose Transportlösung scheint erstaunlich gut zu klappen <3

Ich starte erstmal meine erste Buda-Runde. Ich war zuletzt Januar 2004! hier. Damals schwammen Eisschollen auf der Donau! Schade, dass ich das Foto von damals nicht zur Hand habe.

Später sind wir zu viert auf der Partymeile verabredet: Das Szimpla Kert ist eindeutig der Bierkönig von Budapest! Ja, ich war 2005-2009 regelmäßiger Ballermann-Tourist. Das nur am Rande.. Unglaublich großer Laden, einen unüberdachten Bereich, ruhigere Ecken, Dancefloor, etliche Theken. Jede hat ein etwas anderes Angebot, der Fokus liegt weniger auf Bier. Aber Hauptsache es dreht :-D Komplett anders als auf Malle sind lediglich das Interieur (durchaus cool!) und natürlich die Musik. Wir platzieren uns in einer "ruhigeren" Ecke. Smilla hat Würfel dabei. Wie spielen Erben. Zwei Franzosen sind dabei mit von der Partie.
Anschließend geht es noch für ein Stündchen in eine Karaoke-Bar. Dort sind nur so 30, später 10 Leute. Ein wilder Mix aus schweizerischen!, deutschen, holländischen und italienischen Schlagern. Alle versuchen zumindest die Refrains mitzugrölen. :-D

Freitag, 22.5.
Mein Tag startet spät (11 Uhr), dafür nach so einer Partynacht relativ ausgeschlafen und mit einem tollen Brunch mit der Fahrrad-Gang, im Garten, der übrigens so aussieht:
Ich starte nochmal eine Tour Richtung Stadt. Meine angepeilte Straßenbahn fällt aus. Ich warte ja nicht gerne, daher nehme ich spontan eine ganz andere Linie und starte am Park Városliget (Stadtwäldchen). Oh, auch hier war ich offenbar schon mal 2004. Ich kürze ein paar km mit dem O-Bus ab, denn mein eigentliches Ziel ist die große Donauinsel Margetsziget. Also viele km Gehen, meistens im Grünen, aber auch viele Pausen auf so einigen Bänken. Zuletzt ist noch das Burgviertel dran.
("Der Weihnachtsmarkt hat schon geöffnet?!" :-D)

20:30 bin ich zurück in Kelenföld, gerade rechtzeitig für einen Einkauf. Moritz & Co. haben das Lagerfeuer und einen Grill angeworfen. Marina (UK), Victor (?), die im Moment Volunteers im Hostel sind, und ein Pole aus Warschau, Motorrad-Reisender, sind auch dabei. Er fährt heute (Samstag) gerade nonstop zurück nach Warschau. Und da soll mal einer sagen, ich habe eine Macke mit meinen 8+ h im Zug :-D