Donnerstag, 21. Mai 2026

Urquell des Pils und moderne Slowakei

Dienstag, 19.5.

Pilsen ist erstaunlich untouristisch. Es gibt kein Hostel und auch nicht unendlich viele Hotels.

Der große Marktplatz wird gerade renoviert und ist zu 2/3 gesperrt.

Das muss hier natürlich sein. Kostenpunkt 2,25€. Die Brauerei hat einen schönen Außenbereich. (Erst!) 1842 wurde von einem bayrischen Braumeister hier ein neues Bier gebraut, das eine Abwandlung eines Hellen darstellte.

Weiter ist noch Zeit für einen Spaziergang bei schöner Abendstimmung an den Flüssen Radbuza und Mze, die hier zusammenfließen.

Mittwoch, 20.5.

Bei der tschechischen Bahn wird zum Glück noch 15 min auf Anschlusszüge gewartet. In Okrisky hätte ich sonst 2 h festgehangen. In Znojmo habe ich genug Puffer, der Umstieg reicht aber auch nur zum kurz die Beine Vertreten. Umso besser, dass sich nach 8 h! Zug in Wien ein Spaziergang anbietet: Zwei Stationen vor dem Hbf Aussteigen (so fanatisch bin ich beim Steckensammeln dann doch nicht) und 1,5 km durch den Botanischen Garten und am oberen Belvedere vorbei.

In Bratislava lasse ich nach dem Abendessen die Altstadt rechts liegen und begebe mich in ein Stadtviertel, das auf meiner Karte "Bratislava Downtown" heißt. Schon vom Grundriss sieht es nach moderner Architektur aus. Tatsächlich ist es riesig, teilweise wird noch gebaut. Hier scheinen Millarden zu fließen. Ein todschickes Einkaufszentrum ist auch dabei, allerdings mit "normalen" Läden.

Diese Brücke ist tatsächlich nur für Straßenbahnen und Rad-/Fußverkehr geöffnet. Fortschrittlich! Das sollte man mal in Mannheim mit einer der Neckarbrücken oder besser einer der beiden Rheinbrücken machen. Partei der Autofahrer gefällt das nicht! :-D

Donnerstag, 21.5.

Heute morgen ist die Altstadt dran. Zum Schloss kommt man zwar hoch, aber nicht wirklich nah dran/rein. Alles ist von Polizei und Securitys abgesperrt. Es werden gerade offenbar wichtige Leute mit ihren gepanzerten Audi A8 und 7er BMW hochkutschiert.

Ich gehe nicht nochmal ans Donau-Ufer und bin somit mit der Altstadt recht schnell durch. Ich buche den Zug nach Budapest um 12:05. Er braucht nur 2,5 h, auch mal angenehm.

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Falls ihr schon immer wissen wolltet, wie so eine Bernie-Routenplanung läuft:

Der direkte Weg nach Budapest wäre über Wien. Da war ich bereits, zuletzt 2024. Also erster Stop stattdessen: Bratislava. Ist sowieso schon länger auf meiner Liste. Wie praktisch, dass man von dort eine andere Bahnstrecke nach Budapest nimmt als die von Wien, welche ich schon kenne.

Nach Wien und Bratislava käme man direkt über München und dann Salzburg-Linz (Westbahn). Die bin schon mehrere Male gefahren. Dann lieber weiter nördlich, über Pilsen, auch wenn das eine zusätzliche Übernachtung erfordert. Dafür kann ich in Deutschland die Donaustrecke Ulm-Regensburg mitnehmen, von der mir noch einiges fehlt. Auf der direkten Strecke von Pilsen nach Bratislava gibt es einen langen Schienenersatzverkehr. Geht ja gar nicht! Nach einem Blick auf meine Schienenkarten und Eingabe von 2 Zwischenhalten spuckt der DB Navigator eine Verbindung über Jihlava, Znojmo, Wien aus. Nicht der direkteste Weg :-D Aber auch gut, dass es nicht über Brno-Breclav geht, denn auch dort bin ich schon mal gefahren.

Budapest-Belgrad ist sowieso Neuland (der Optima-Express fährt ja über Zagreb-Ljubljana) und stand schon immer hoch bei mir im Kurs. Hinter Belgrad geht es natürlich nicht auf der Route des Optima-Express weiter, sondern über Montenegro - das soll grandios sein, genau wie die Bahnstrecke von Belgrad dorthin.