Montag, 20. April 2026

Cleveland Way Tag 2 - Scarborough

Zu meiner Überraschung unterscheidet sich der Weg teils deutlich vom gestrigen Abschnitt. Zur Küste hin ist er mit Büschen gesäumt (Aussichtspunkte dazwischen gibt es trotzdem ausreichend), zum Landesinneren steigt die Landschaft kaum an, man kann weiter ins Land schauen. Es gibt viele große und kleine, meist üppig grüne, Schluchten zu durchqueren. In dieser gab es zwei kleine Wasserfälle. Dass hier Wasser ins Meer läuft, sieht man an der Grünfärbung der Steine unten.
:-o Die lag einfach hier am Wegesrand:Die Reste einer Aluminium-Fabrik aus dem 18. Jahrhundert und eine ehemalige Radarstation aus dem zweiten Weltkrieg gab es unterwegs auch zu sehen. 

Ich bin sehr im Fernwander-Flow und entscheide mich, heute Abend noch nicht nach Manchester zu fahren, sondern noch einen weiteren Wandertag dranzuhängen.

In Scarborough angekommen lasse ich es mir nicht nehmen am großen Nordstrand mit den Füßen durchs Meer zu spazieren.
Auch bei diesem anderen Wetter bleibt mein Eindruck von Scarborough, dass es eine etwas heruntergekommene, fast schon morbide Kurstadt ist, die ihre besten Tage schon hinter sich hat. Gleiches gilt auch für mein Hotel, aber hey: Einzelzimmer für 43€ - das Bett ist sauber und gemütlich - was will man sagen?

Ohne Gepäck ziehe ich nochmal los, den Rest von Scarborough zu erkunden. Als ich um 16:30 an der Burg bin, wird diese gerade schon geschlossen. Aber 12£! wäre es mir wahrscheinlich eh nicht wert gewesen. Unten am Hafen gibt es schon auch einige Touri-Lokale und sogar noch mehr große Spieleautomaten-Läden als in Whitby. Sowas habe ich sonst noch nirgendwo anders gesehen, als in dieser Region, daher unten ein Foto (aus Whitby).

Gegenblick zu Freitag (viertletztes Foto)Da sind sie, der Schmuggler und sein "Lehrling", mit Brandy-Fässern