Die Scarborough Fair gibt es übrigens heutzutage nicht mehr - das Simon&Garfunkel-Lied basiert auf einem traditionellen Volkslied aus dem Mittelalter.
Dafür gibt es immerhin einen kleine Markthalle: Wie praktisch, dass die gerade öffnet, als ich um 8:00 dort auftauche. Statt Petersilie, Salbei, Rosmarin und Thymian hole ich lieber frische Brötchen, Käse & 2 Karotten inkl. nettem Plausch mit einer Verkäuferin.
Solchen Büschen mit lustiger "Föhnfrisur" bin ich des Öfteren begegnet.Leider ist ab etwa der Hälfte des Weges der Wind deutlich stärker als die Vortage, das vermiest mir das Wandern ziemlich. Trotz strahlender Sonne behalte ich meine Daunenweste an.
Filey, das auch der südöstliche Endpunkt des Cleveland Way ist, ist recht klein und hat irgendwie nicht wirklich etwas Interessantes zu bieten. Auch ein nettes Café mit Kaffee-nicht aus dem Pappbecher!- finde ich leider nicht. Also gegen 13:30 auf Richtung Manchester.
Zu meiner Überraschung hat sich gestern späten Abend noch ein Couchsurfer auf meinen Public Trip gemeldet: James, 67, wohnt in Sale, Trabantenstadt am Südrand vom Manchester. Wir treffen uns zentral am St Patrick Square, wo er in der Nähe zuvor seinen Französischkurs hatte.
Er arbeitet noch für ca. drei Monate im Jahr als Richter. In seinem Haus kommen später noch sein Partner Charlie sowie Jane, eine Freundin aus der Nachbarschaft, dazu. Es gibt wunderbaren Lachs mit perfekt gewürzter Tomatensauce aus der Tajine, dazu das eine oder andere Glas Weißwein. Der lokale Weinhändler ist übrigens DJ, der damals vor den Konzerten der Band New Order aufgelegt hat.
Vielen Dank für die tolle irisch-englische Gastfreundschaft <3