Samstag, 9. November 2024

Chios

Morning Sunbeams from Chios
Im Hintergrund schon die Türkei. Es sind nur 8 km bis Cesme. Verdammt war das noch kalt um etwa 6:30 morgens.. Ich kehre ins nächstbeste Café ein, vor allem, um mich aufzuwärmen.
Der Zwischenstopp in der Ägäis ist nun also auf Chios gefallen. Alternativ hätte ich Samos-Kusadasi machen können oder Kos-Bodrum. Aber hier hat es von den Fährzeiten am besten gepasst.

Eines der schönsten/sympathischsten Wahrzeichen überhaupt, wie ich finde!

Da die Fähre in die Türkei erst 16:45 geht, starte ich spontan zu einer Wanderung zu einer Kapelle etwas im Landesinneren, die ich mehr oder weniger zufällig als Ziel auswähle. Die Landschaft ist furchtbar trocken (es hat seit Mai nicht mehr geregnet, sagte mir der Herr morgens auf der Fähre).
Die Kapelle ist leider verschlossen. Aber schöne Ausblicke gibt es viele. 
Herrlich die Einsamkeit nach dem Trubel in Athen (ca. 14 km, 400 hm).
Zurück im Ort Chios, der mittags ziemlich belebt und touristisch ist (aber fast keine europäischen Touristen) gibt es noch ein kleines byzantinisches Museum und ein osmanisches Bad zu besichtigen.
Nach Izmir wird es wieder etwas abenteuerlich. Mit der Fähre (kleine Personenfähre) läuft es ganz einfach. Von Cesme nach Izmir (80 km) mit Öffentlichen würde es aber 4h dauern. Ich habe mir eine Mitfahrgelegenheit über Blablacar gebucht. Das scheint in der Türkei recht beliebt zu sein. Nun stellt sich aber heraus: Die ausgemachte Uhrzeit war falsch. Bei der Buchung und auf meinem Ticket stand Ankunft 16:05 Cesme. Das hätte ich auch selbst merken können: Die Zeit in der Türkei ist eine Stunde VOR Griechenland, also 18:05. Der Fahrer fährt also ohne mich los, 1,5 h will er nicht warten, verständlich. Ich spreche 2 Frauen, etwa Anfang 30, an, die sich in der Fähre hinter mich setzen (ob es einen durchgehenden Bus gibt). Sie bieten mir an, mich bis zur Metro von Izmir mitzunehmen!
Sie können kein Englisch, wir unterhalten uns mit Hilfe von Google Translate.
Sie werden abgeholt von dem Mann sowie Mutter, Vater und Tochter. D. h., eigentlich ist so schon eine Person zu viel im Auto. Aber die beiden quetschen sich aufeinander auf den Rücksitz (moderner VW Polo).
Also direkt ein sehr freundlicher hilfsbereiter Empfang in der Türkei!
Von der erst seit Februar eröffneten U-Bahn-Station sind es noch 14km/15 Stationen/29 min bis zum Bahnhof Izmir Basmane, von dem morgen früh mein Zug geht. Bezahlung: Einfach Kreditkarte ans Gate halten, wie in Stockholm!
Im Hostel nur ein paar hundert Meter vom Bahnhof entfernt ist zum Glück ein Bett frei.