Sonntag, 9. August 2026

Dobrudscha und Walachei

.. sind die historischen Namen der Regionen von Constanta und Buzau.

Samstag, 8.8.
Das Hostel (im Übrigen das einzige in Constanta) liegt 3,5km entfernt von der Altstadt, die sich auf einer Halbinsel befindet. Da nehme ich doch gerne das Angebot wahr, mir eines der zahlreichen Hostel-Fahrräder zu leihen. Ich hatte einen entspannten Vormittag, so dass es inzwischen 12Uhr ist: Ein kleines Hüngerchen ist schon wieder da. Ich hatte eh mit dem Gedanken gespielt das Brunch-Angebot in dem veganen Restaurant von gestern auszuprobieren. Im Restaurant lerne ich eine andere Alleinreisende kennen: Ramona, sie lebt in Rumänien, aber gehört zu einer großen Gruppe Ungarn (Szekler), die in einem bestimmten Teil Rumäniens lebt. Ihre Online-Beiträge sind dementsprechend auf Ungarisch. Davon gibt es viele, sie hat nämlich u. a. einen professionellen YouTube-Kanal zu Achtsamkeit und seit kurzem auch zu Veganismus. Leider ist ihr Constanta-Aufenthalt gerade zu Ende und sie muss sich unmittelbar auf die Heimreise machen. Nun beginne ich aber wirklich meine Stadtrundfahrt auf zwei Rädern.
Nach dem Innenstadt-Besuch fahre ich noch in den Stadtteil Mamaia, ganz im Norden. Super touristische Ecke - es kommt mir ein bisschen vor wie die Playa de Palma Rumäniens.
Nach einem frühen Abendessen in einem anderen, vegetarischen Restaurant (eher Bistro), auch "bei mir" um die Ecke, mache ich wieder einen abendlichen Strandbesuch und koste mein letztes Bad im Schwarzen Meer nochmal richtig aus.

Sonntag, 9.8.
7:36 geht mein Zug, aber ich komme gut aus dem Bett und "meine" Buslinie 5-40 (nein, das heißt nicht, dass man 36 Linien zur Auswahl hat :-D ) fährt auch sonntagmorgens alle 10min. Top!
Die Verbindungssuche der CFR (Rumänische Bahn) kennt kein "via". Aber es ist klar, dass ich über Buzau (rund 100.000EW) reisen muss, wenn ich nicht über Bukarest möchte, um in die Karpaten zu kommen. Ich hatte ursprünglich nach dem höchstgelegenen Bahnhof Rumäniens gesucht: Predeal, auf 1035m. Hintergedanke: Schön kühle Temperaturen :-) Eine Unterkunft nach meinem Geschmack und Budget habe ich dann aber in Bușteni, etwa 10km südlich, gefunden. Auch Ok.
Buzau gefällt mir gut: Moderne saubere öffentliche Plätze und Parks, viele kleine Bäckereien und Bistros. Sogar Nextbike!-Leihräder gibt es. Ich bin ganz froh tatsächlich meinen Rückweg zum Bahnhof mit einem davon zeitlich verkürzen zu können. 2h habe ich hier verbracht.Und ein interessantes geografisches Feature hat die Stadt zu bieten: The largest city in Europe and the 2nd in the world placed exactly at half the distance between the North Pole and the Ecuator. Dazu gibt es sogar ein "Denkmal":
Der zweite Umstieg ist dagegen im Nirgendwo südlich von Ploiești, aber dort habe ich eh nur 30min.
Auf der Bahnstrecke durch die Karpaten (der zentralen Nord-Süd-Strecke Rumäniens) ist einiges los: Mein Zug ("Regionalbahn") wird von mehreren schnelleren Zügen überholt, mit knapp 30min Verspätung zur Folge.
Eine grandiose Bergkulisse empfängt mich hier! Ich freue mich jetzt schon, dieses Ziel gewählt zu haben.