Bajina Bašta heißt die Kleinstadt am Fuße des Tara Nationalparks. Autokennzeichen: BB. Meine Initialen ziehen sich durch den ganzen Ort <3 Von Uzice waren es noch 1h20min mit dem Bus - Busunternehmen "Raketa AB"- geht ab wie ne Rakete ;-)
In BB habe ich das Magic River Hostel gebucht. Hostelvater Milan, seit wenigen Jahren verwitwet, steckt seine ganze Liebe in dieses Haus und den Garten. Leider spricht er kein Englisch, alles läuft über Translate. Doof nur, wenn man keine mobilen Daten hat. Aber irgendwie kommt man miteinander aus :-)
Wahrzeichen von BB im Fluss Drina. Der ist die natürliche Grenze Serbien-Bosnien.
Dienstag, 26.5.
Milan hatte mir nachts noch eine Nachricht geschrieben: Gegen Spritgeld fährt er mich hoch (850hm!) nach Mitrovac, dem Dorf zentral im Nationalpark. Er besucht dort einen Freund, ich kann derweil 7km (eine Richtung) zum Aussichtspunkt Banjska Stena wandern, dem wohl populärsten im Nationalpark. Unten die Drina-Schlucht mit Stausee. Das Wasserkraftwerk, 1963 gebaut, ist das größte Serbiens. Bis dahin gab es, auch noch nach dem zweiten Weltkrieg, rege Flößerei hier auf der Drina.
Inzwischen sind 3 weitere Gäste (damit jetzt 5) im Hostel angekommen, darunter Sophia aus Leipzig, die mir von Milan schon angekündigt wurde - mit dem Hintergedanken, dass wir morgen zu dritt eine Tara-Tour machen. Sophia ist einverstanden. Mich haben die 14km (quasi flach) heute noch nicht ausgelastet und ich mache eine ca. 8km/200hm Abend-Joggingrunde in das ländliche Umland von BB. Hier ist alles altmodisch (kleinbäuerliche Landwirtschaft, wenig Technik), aber extrem hübsch und aufgeräumt.
Mittwoch, 27.6.
Milan hat heute einige schöne Plätze und Aussichtspunkte für uns auf der Liste. Einziger Minuspunkt: Wir sitzen die meiste Zeit im Auto, das Gehen beschränkt sich auf vielleicht 4km. Riesen Zufall: Mitten im Wald bei Mitrovac läuft uns Sevilay in die Arme! Sie ist eine türkische Trailrunnerin und hat sich per Anhalter hier hin bringen lassen, um eine 10km-Runde zu drehen. Auch Milan freut sich über die Verstärkung "Hostel Team complete" :-)So sieht der See unten aus
Das ist nicht irgendein Lost Place: Hier hat Milan einst viele Jahre an der Rezeption gearbeitet. Muss bedrückend für ihn sein. Auf jeden Fall ist er ein Tourismus-Experte. Die Anonymität eines normalen Hotels hatte er satt.
Nachmittags erkunden Sophia und ich noch die "Innenstadt", dann Chillen im Garten.Für das Abendessen gehen wir nochmal in die Innenstadt. Mit Vegetarisch ist es in Serbien besser als in Bosnien oder Kroatien.
Donnerstag, 28.5.
Lange nicht mehr Zug gefahren :-D Dieses Knäuel war mir natürlich sofort ins Auge gefallen, und es fährt dort tatsächlich seit 2003 ein Museumszug.Der passende Name: Šargan Eight. Dumm nur, dass es keinen Bus von BB zum Ausgangsort Mokra Gora gibt. Da muss wohl mal ein Taxi herhalten. 60€ für 4x 36km, die der Typ für mich durch die Berge gurken muss, finde ich Ok. Die netten Damen von der Touri-Info BB haben alles organisiert für mich.
Natürlich belasse ich es nicht bei der Zugfahrt, sondern habe noch genug Zeit für eine Wanderung eingeplant: 10,5km, 400hm, teils über die Bahnstrecke und an deren "Waldbahnhöfen" vorbei bis zu einem Turm. In früheren Jahren wohl mal ein Aussichtsturm, inzwischen leider nur noch Handymast - damit die Instas aus dem Zug auch live gesendet werden können :-D Der Zug ist übrigens ausgebucht, andere Menschen auf den Wanderwegen: 1 :-DGuter Unterschlupf bei einem Regenschauer, den es gab.
Am Hostel habe ich noch 2 h Zeit für Chillen und Abendessen bevor es mit der Raketa wieder nach Uzice geht, hier noch ein zweites Abendessen am Ufer der Djetinja - um 23:00 auf zum Nachtzug.
Am Hostel habe ich noch 2 h Zeit für Chillen und Abendessen bevor es mit der Raketa wieder nach Uzice geht, hier noch ein zweites Abendessen am Ufer der Djetinja - um 23:00 auf zum Nachtzug.